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Iran Geschichte

Iran Geschichte published on

Ein junger Staat

Die Geschichte des Iran ist noch gar nicht so lange wie vielleicht vermutet werden kann. Erst seit 1935 wird der Staat in seiner heutigen Form als Iran bezeichnet. Zuvor nannte sich das Land zwischen dem kaspischen Meer und dem persischen Golf Persien. Diese Bezeichnung trug der Staat seit dem 6. Jahrhundert, abgelöst wurde er 1935 währen der islamische Revolution im Iran. Schon vor Jahrhunderten vor Jahren war diese Bezeichnung sehr gebräuchlich in dem Land, das sich durch die Namensänderung eine neue Identität geben wollte.

Nach westlichen Vorbild

1925 wurde die lange Zeit herrschenden Dynastie der Kadscharen beendet. Das Land wollte sich wie schon die Türkei nach westlichem Vorbild entwickeln. Es wurde ein eigenes Parlament gegründet und Reza Pahlavi zum neuen Herrscher des Landes ernannt. Die Gesetze des Landes wurden nach europäischem Vorbild geändert, es wurden enge Handelsbeziehungen in den Westen aufgebaut. Besonders mit dem deutschen Reich hatte der Iran enge Kontakte. So war eine deutsche Firma an dem Bau der Transiranische Eisenbahn in den 30er Jahren beteiligt, deutsche Ingenieure bauten zudem die ersten Autobahnen in dem Land.

Erste Konflikte

Im zweiten Weltkrieg rückte das eigentlich neutrale Land in den Fokus der Briten und der Sowjetunion. Auf Druck der Kriegsmächte musste Reza Pahlavi abdanken und wurde durch seinen Sohn ersetzt. Bis 1946 litt der Iran unter der Besetzung der Alliierten und der Sowjetunion und fiel in ein wirtschaftliches Loch. Die Krise hielt bis Mitte der 50er Jahre an. Der Iran verstaatlichte ansässige Ölkonzerne und geriet damit erneut in Konflikt mit den USA und Großbritannien, die an den Konzernen beteiligt waren. Erst 1954 konnte der Konflikt beseitigt werden und es ging mit dem Iran wieder aufwärts.

Die Islamische Republik

Bis 1979 trieb der Iran die westlichen Reformen weiter an, dazu gehörten beispielsweise die Einführung des Frauenwahlrechts oder Bodenreformen zur Stärkung der Bauern. 1979 gründete Ruhollah Chomeini die Islamische Republik, da es in dem Land inzwischen große Proteste gegen den pro-westlichen Führungsstil gab. Religiöse Partien gewannen dadurch an Macht, bestärkt wurden sie durch den anhaltenden Krieg mit dem Nachbarland Irak. Seitdem gibt es einen stetigen Konflikt zwischen liberalen Reformern und religiösen Konservativen im Iran. Trotz der Außendarstellung gehört der Iran zu den fortschrittlichsten Ländern im Orient, mit einer sehr guten Infrastruktur und einer pro-westlichen Bevölkerung.