Gut vorbereitet und sicher in den Iran reisen

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Die Angaben für die Gepäckbestimmungen variieren bei einem Flug in den Iran von Airline zu Airline. Zusätzlich gelten verschiedene Vorschriften für die Mitführung von sperrigen Gegenständen wie einer Tauchausrüstung oder Surfbrettern. In den meisten Fällen ist ein Minimum von 20 Kilogramm Reisegepäck jedoch im Flugpreis enthalten. Einige Airlines akzeptieren sogar ein Freigepäck von 35 Kilogramm. Empfehlenswert ist ein besonders solider und zuverlässiger Koffer, da das Reisegepäck unterwegs enormen Strapazen ausgesetzt wird. In einer wieder verschließbaren Reisetasche sollte zudem das Gepäck mit einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm verstaut werden, das unterwegs besonders häufig benötigt wird. Doch langsam und von Anfang an.

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Iran Geschichte

Ein junger Staat

Die Geschichte des Iran ist noch gar nicht so lange wie vielleicht vermutet werden kann. Erst seit 1935 wird der Staat in seiner heutigen Form als Iran bezeichnet. Zuvor nannte sich das Land zwischen dem kaspischen Meer und dem persischen Golf Persien. Diese Bezeichnung trug der Staat seit dem 6. Jahrhundert, abgelöst wurde er 1935 währen der islamische Revolution im Iran. Schon vor Jahrhunderten vor Jahren war diese Bezeichnung sehr gebräuchlich in dem Land, das sich durch die Namensänderung eine neue Identität geben wollte.

Nach westlichen Vorbild

1925 wurde die lange Zeit herrschenden Dynastie der Kadscharen beendet. Das Land wollte sich wie schon die Türkei nach westlichem Vorbild entwickeln. Es wurde ein eigenes Parlament gegründet und Reza Pahlavi zum neuen Herrscher des Landes ernannt. Die Gesetze des Landes wurden nach europäischem Vorbild geändert, es wurden enge Handelsbeziehungen in den Westen aufgebaut. Besonders mit dem deutschen Reich hatte der Iran enge Kontakte. So war eine deutsche Firma an dem Bau der Transiranische Eisenbahn in den 30er Jahren beteiligt, deutsche Ingenieure bauten zudem die ersten Autobahnen in dem Land.

Erste Konflikte

Im zweiten Weltkrieg rückte das eigentlich neutrale Land in den Fokus der Briten und der Sowjetunion. Auf Druck der Kriegsmächte musste Reza Pahlavi abdanken und wurde durch seinen Sohn ersetzt. Bis 1946 litt der Iran unter der Besetzung der Alliierten und der Sowjetunion und fiel in ein wirtschaftliches Loch. Die Krise hielt bis Mitte der 50er Jahre an. Der Iran verstaatlichte ansässige Ölkonzerne und geriet damit erneut in Konflikt mit den USA und Großbritannien, die an den Konzernen beteiligt waren. Erst 1954 konnte der Konflikt beseitigt werden und es ging mit dem Iran wieder aufwärts.

Die Islamische Republik

Bis 1979 trieb der Iran die westlichen Reformen weiter an, dazu gehörten beispielsweise die Einführung des Frauenwahlrechts oder Bodenreformen zur Stärkung der Bauern. 1979 gründete Ruhollah Chomeini die Islamische Republik, da es in dem Land inzwischen große Proteste gegen den pro-westlichen Führungsstil gab. Religiöse Partien gewannen dadurch an Macht, bestärkt wurden sie durch den anhaltenden Krieg mit dem Nachbarland Irak. Seitdem gibt es einen stetigen Konflikt zwischen liberalen Reformern und religiösen Konservativen im Iran. Trotz der Außendarstellung gehört der Iran zu den fortschrittlichsten Ländern im Orient, mit einer sehr guten Infrastruktur und einer pro-westlichen Bevölkerung.

Persien Geschichte

Persien – Schauplatz einer eindrucksvollen Geschichte

Persiens Geschichte reicht weit in die Vergangenheit zurück. Das antike Perserreich erstreckte sich von Thrakien bis in den Nordwesten von Indien und Ägypten. Das Zentrum des Perserreiches lag im heutigen Iran. Das antike Perserreich existierte von ca. 550 bis 330 v.Chr. und wurde auch als Achämenidenreich bezeichnet. Die Herrschaft der Achämeniden endete, als Alexander der Große die Schlacht von Gaugamela gewann.

Das antike Perserreich wurde in das Großreich von Alexander integriert und von Seleukos I. Nikator regiert. Dieser war ein Untergebener Alexanders und läutete die sog. Seleukiden-Herrschaft ein, welche einen Bestand von ca. 80 Jahren hatte. Die nachfolgenden Herrscher – die sog. Arsakiden – errichteten das Partherreich, welche die hellenistische Kultur in sich aufnahmen.

Ab ca. 224 bis ca. 650 n.Chr. regierte das Neupersische Reich der Sassaniden. Das Sassanidenreich war ein großer Rivale Roms, wodurch es zu den römisch-persischen Kriegen kam.

Jedoch reicht Persiens Geschichte noch viel weiter in die Vergangenheit zurück. Im Neolithikum (Jungsteinzeit) finden sich erste Spuren von Siedlern. In dieser Zeit – ca. 4000 Jahre v.Chr. – gab es bereits erste Wanderungen der Indogermanen. Zu Beginn des 3. Jahrtausends v.Chr. entwickelten sich erste Städte, deren Bewohner sich auf Ackerbau spezialisiert hatten.

Die Neuzeit (ab 1453 n.Chr. bis heute) läutete im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Ära ein. Zu diesem Zeitpunkt begann die Geschichte des Irans. Nach vielen Jahren unter türkischer als auch mongolischer Herrschaft war nach fast 1000 Jahren wieder ein iranischer Herrscher auf dem Thron. 1750 war das Jahr der Gründung einer neuen, wenn auch kurzlebigen Dynastie, welche als die Herrschaft des Zand Prinzen bekannt wurde. Ab 1794 regierte die Dynastie der Kadscharen.

Waren früher Georgien, Armenien und Aserbaidschan Teile des Persischen Reiches, wurden diese im Krieg gegen Russland zu Beginn des 19. Jahrhunderts in verlustreichen Schlachten verloren. Das ehemalige Großreich Persien wurde durch zahlreiche Kriege, welche bis in das 20. Jahrhundert reichten, immer kleiner. Seit 1935 wurde offiziell der Name Persien in den heute gebräuchlichen Landesnamen Iran ausgetauscht.

Der Iran beeindruckt nicht nur mit seiner historischen Geschichte. Auch die Landschaften, die bis heute stumme Beobachter der abwechslungsreichen Geschichte sind, zeugen von einer polymorphen Vielfalt. Von mehreren Tausend Kilometer hohen Gebirgszügen, fruchtbaren Tälern und Hochebenen, bis hin zu gletscherbedeckten Vulkanen und Wüsten, eingerahmt vom Kaspischen Meer im Norden und dem Persischen Golf im Süden, zeigt sich das Land von einer atemberaubenden und geschichtsträchtigen Seite.

Iran Kultur

Persische Kultur und Kunst

Wenn Sie die persische Kunst und Iran Kultur kennenlernen möchten, müssen Sie eine Zeitreise unternehmen. Vor vielen Tausenden von Jahren nahm die persische Kultur ihren Anfang. Die ältesten Ziegelsteine der Menschheitsgeschichte werden ungefähr auf sechstausend Jahre vor Christi Geburt datiert und sind persischer Herkunft.

Im nordwestlichen Teil des heutigen Irans fand man Beweise dafür, dass die alten Perser schon bereits fünftausend Jahre vor Christi Geburt die Kunst des Weinbaus kannten und ebenso fanden Archäologen Überreste von Keramikgefäßen. Die ersten Tulpen wurden zweitausend Jahre vor Christi Geburt im alten Persien angebaut. Die persische Kultur entwickelte sich im Laufe von Tausenden von Jahren.

Persische Literatur und Sprache

Die schriftlichen Überlieferungen der iranischen Kultur gehen bis auf die Zeit des Altertums zurück. Die Schriften der zoroastrischen Religion enthalten Beispiele der frühen iranischen Dichtung. Die Dari-Dichtung, die klassische Dichtungskultur Persiens, entstand auf dem Gebiet der heutigen Staaten Iran, Afghanistan, Tadschikistan und Usbekistan. Persisch hatte stets einen großen Einfluss auf die benachbarten Turksprachen und war über eine lange Zeitspanne Kultur- und Amtssprache in Nordindien, im Irak und in Pakistan.

In diesen Ländern lebten einige der wichtigsten Vertreter der iranischen Dichtung. Die persische Dichtung beeinflusste über Jahrhunderte hinweg andere Kulturen und Sprachen. In diesem Zusammenhang ist besonders erwähnenswert, dass der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe durch persische Dichtung beeinflusst wurde. Sein Werk „West-östlicher Diwan“ basiert auf der klassischen persischen Poesie.

Persische Kunst und Miniaturmalerei

Die iranische Kunst hat zahlreiche Entwicklungsphasen durchlaufen, sodass sich schließlich eine einzigartige Kunstästhetik bildete. Im Südwesten des Landes befinden sich die Ruinen der altertümlichen persischen Stadt Bishapur. Die Ruinen des Stadtpalastes stehen noch heutzutage bis zu einer beachtlichen Höhe. Klassische Mosaikkunst schmückt die Böden des Palastes. Die Themen der klassischen persischen Kunst und Miniaturmalerei beziehen sich meist auf die iranische Mythologie und Poesie.

Iran Kultur heutzutage

Der iranische Kulturbetrieb wird durch staatliche Einrichtungen gleichgeschaltet. In allen kulturellen Bereichen findet Zensur statt. Das Internet im Iran unterliegt einer strengen Kontrolle und zivilgesellschaftliche Organisationen werden stets kritisch beobachtet. Kunstausstellungen, Publikationen, Theatervorstellungen und Konzerte werden durch das Ministerium für Kultur und islamische Führung überwacht.

Sämtliche regimekritische Äußerungen werden zensiert. Doch trotz dieser Begebenheiten ist die junge iranische Kulturszene sehr aktiv und genießt internationales Ansehen. Das kulturelle Zentrum des Landes ist Teheran. Wenn Sie eine Reise in die iranische Hauptstadt planen, so bietet die Stadt eine große Auswahl an Museen, Galerien, Theatern und Kinos an.

Iran Politik

Der folgende Text wird für Sie informativ sein, wenn Sie sich für den Iran als Reiseziel interessieren.
Der Iran ist eine islamische Republik, die in Westasien (Vorderasien) liegt. Durch seine Fläche von 1.648.195 km² und einer Einwohnerzahl von etwas mehr als 74.000.000 zählt der Iran zu den bevölkerungsreichsten Staaten der Erde.

Der „Rahbar“ (Führer) nimmt das Amt des „Revolutionsführers“ (Obersten Rechtsgelehrten) ein, welches seit dem Jahr 1979 existiert. Er hat die Entscheidungsmacht in Bezug auf die Streitkräfte und ernennt die obersten Richter. Der Rahbar hat uneingeschränkte Macht. Das besondere an dem Amt ist die Regierungsdauer, er wird von dem sogenannten Expertenrat auf Lebenszeit gewählt. Die Judikative, Exekutive und Legislative besitzen keine Autonomie , sondern sind dem geistlichen Führer unterstellt.

Seit dem Jahr 2005 ist Mahmud Ahmadinedschad der Präsident und somit Regierungschef des Iran. Er beansprucht den Vorsitz des Kabinetts und benennt dessen Mitglieder. Die Amtszeit beläuft sich auf vier Jahre und wird in allgemeinen Wahlen bestimmt. Der Wächterrat beansprucht eine entscheidungskräftige und ausschlaggebende Rolle für sich. Werden neue Gesetzte beschlossen, oder neue Kandidaten gewählt, muss dies vom Wächterrat abgesegnet werden. Der Imam Muhammad al-Mahdi ist seit 1979 laut Verfassung das offizielle Oberhaupt des Iran.

Wenn Sie beschließen in den Iran zu reisen ist für Sie mit Sicherheit interessant, dass der Iran bei dem seit 1995 bestehende Internationalen Korruptionsindex, als korrupt eingestuft wurde. Rund 290 Abgeordnete , die in direkten,allgemeinen und geheimen Wahlen gewählt werden, bilden das iranische Einkammern-Parlament. Verschiedene Themengebiete kamen bereits im Wahlkampf von Mahmud Ahmadinedschad zur Sprache.

Die Atompolitik, Kleiderordnungspflicht für Frauen, die eingeschränkte Meinungs- und Pressefreiheit und die Islamisierung der Gesellschaft sind Streitpunkte in der Führung der Politik des Iran. Informieren Sie sich vor der Reise in das Land über die dortigen Gegebenheiten und Ihren Standpunkt zu den einzelnen Themengebieten. Die Todesstrafe wird im Iran praktiziert. Mädchen sind bereits ab neun Jahren und Jungen ab 15 Jahren nach der Scharia straffällig. Diese Problematik ist ein sehr wichtiger Aspekt, der Beachtung verdient.

Iran Gesellschaft

Iran: Politik

Wer heutzutage den politischen Diskurs um Irans Außenpolitik mitverfolgen und verstehen will, um seine umstrittenen Atomforschungen und um die von UN-Sicherheitsrat und EU verhängten Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran, der muss Irans Zeitgeschichte und Politik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennen.

1955 hatte der Bagdad-Pakt dem Iran noch US-amerikanische politisch-militärische Unterstützung zugesichert- eine Allianz, die bis zum Regime des Schahs Mohammed Reza Pahlavi halten sollte. Als dieser jedoch unter der vehementen Kritik seiner Gegner, allen voran des Ajatollah Ruhollah Khomeini, 1979 abdanken und ins Ausland fliehen musste, wurde diese iranisch-amerikanische Allianz auf eine harte Probe gestellt.

Die durch Khomeini ausgelöste Iranische Revolution von 1979 bedeutete die Errichtung einer Theokratie unter Revolutionsführer Khomeini und die Islamisierung aller gesellschaftlichen Bereiche. Diese Revolution erklärte sich dezidiert feindlich gegenüber laizistischer Moderne und begriff sich als anti-imperialistische Bewegung. Die Besetzung der amerikanischen Botschaft in Teheran markierte dann endgültig das Ende der diplomatischen Beziehungen zu den USA.

Es ist diese Revolution von 1979, deren Gedankengut bis heute die Politik Irans prägt und für die Spannungen der iranischen Außenpolitik mit der westlichen Welt verantwortlich ist. El tariq ila el Quds- der Weg nach Jerusalem- gehörte fortan ebenso zu den Eckpunkten einer neuen politischen Ausrichtung, die dem Staat Israel sein Existenzrecht aberkennt. Kombiniert mit der einer allzu oft provokanten außenpolitischen Rhetorik ist es besonders diese Tatsache, die nicht nur in der westlichen Welt, sondern auch unter arabischen Nachbarstaaten für Befremden sorgt und eine der Ursachen für die strikte westliche Anti-Haltung gegenüber einer iranischen Atombombe darstellt.

Nicht zuletzt die Wahl Mahmoud Ahmadinejads zum Staatspräsidenten im Jahre 2005, der als konservativer Hardliner bekannt ist und mit seinen rassistischen, anti-israelischen und anti-westlichen Reden für Empörung sorgt, hat diese Tendenz der politischen Entfremdung vom Konsens des internationalen diplomatischen Banketts um ein Vielfaches beschleunigt. Obwohl das Land innenpolitisch längst nicht mehr als uniform gilt und die Kritik am Führungsstil Ahmadinejads auch im Lande wächst, verfolgt die politische Kaste mit der Unterstützung der mächtigen und einflussreichen Revolutionsgarde mit beinahe verbissenem Ehrgeiz das iranische Atomprogramm, welches vom Westen seit 2002 offiziell als Deckmantel zum Bau einer Atombombe angesehen wird.

Ungeachtet der außenpolitischen Isolation Irans, die kaum mehr größer sein könnte, lenkt die Führung Ahmadinejads wohl auch durch dieses prioritär angelegtes Ziel von innenpolitischen und wirtschaftlichen Problemen ab. Doch die sind, ebenso wie die verheerende Menschenrechtslage im Iran, seit der Wiederwahl Ahmadinejads 2009, die äußerst unrühmlich die internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, kaum mehr auszublenden.

Iran Wirtschaft

Zwischen Erdöl, Armut und Sanktionen: Die Wirtschaft des Iran

Die Wirtschaft des Iran wird entscheidend durch den natürlichen Reichtum des Landes an Erdölvorkommen geprägt. Immerhin verfügt das Land über gut 11 % der weltweit nachgewiesenen Erdölreserven, und kann so Öl im Gegenwert von jährlich ca. 70 Milliarden US-Dollar exportieren.

Doch ergibt sich daraus nicht, dass – wie man es vielleicht erwarten würde – die Wirtschaft des Iran in solider Verfassung wäre. Zum einen steht der Erdölsektor exemplarisch für die weit verbreiteten kommandowirtschaftlichen Strukturen des Landes, zum anderen verleiten die üppigen Einnahmen aus dem Export des schwarzen Goldes die iranischen Machthaber dazu, eher eine populistische Verteilungspolitik zu betreiben, als Zukunftsinvestitionen vorzunehmen, die die einseitige Wirtschaftsstruktur auflockern, und so weniger anfällig für Krisen machen würden.

Als einzig erwähnenswerte weitere Wirtschaftsbereiche neben der Erdölindustrie sind einzig die Textilindustrie und vor allem die Landwirtschaft zu nennen, wobei letztere neben Weizen, Baumwolle, Nüssen und Datteln auch Rosinen in erheblichem Umfang produziert.

Die klassischen ökonomischen Kennziffern zeichnen ein wenig erfreuliches Bild. So lag die Inflation im Jahr 2007 bei rund 15 % (der aber immerhin ein Wachstum des BIP von 4,8 % gegenüberstand). Die offizielle, massiv geschönte Arbeitslosenrate, die für das Jahr 2007 mit 12, 5 % angegeben wird, ist realistischerweise wohl im Bereich von 50 % anzusiedeln.

Zwar verfügt der Iran über ein großes Reservoir gerade auch an jungen Arbeitskräften, doch ist es ein großes Manko, dass diese zumeist über keine hinreichende Ausbildung verfügen. Ein Schutz der Arbeitnehmer, bzw. ein funktionierendes System sozialer Partnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern, existiert im Wesentlichen nicht. Nicht zuletzt aus dieser desolaten Lage heraus lassen sich die im Jahr 2009 ausgebrochenen Proteste der iranischen Bevölkerung gegen ihre Regierung erklären.

Die bereits seit den neunziger Jahren sich vor allem mit Fragen nach der Wiederbelebung eines zumindest für gewisse Bereiche bestehenden privaten Sektors befassende Diskussion ist bislang ohne spürbare tatsächliche Ergebnisse verlaufen.

Weiteres Hindernis einer positven ökonomischen Entwicklung stellen die umfangreichen Außenhandelsbeschränkungen dar, denen der Iran wegen seines Atomprogramms unterworfen wurde. Auch ist die nach wie vor sehr schwierige geopolitische Situation in der unmittelbaren Nachbarschaft des Landes (Irak, Afghanistan, Pakistan) zu bedenken, die einer nachhaltigen Vertrauensbildung der Wirtschaftsakteure im Wege steht.

Iran Bildung

Im Iran hat die Bildung einen sehr hohen Stellenwert. Die Bildung der Kinder ist etwas, was den Eltern sehr am Herzen liegt. Die Eltern stehen eigentlich in der Pflicht, für die gute Bildung der Kinder zu sorgen. Es ist normal dass die Eltern sehr hart arbeiten, um den Kindern eine gute Bildung, und somit auch einen guten späteren Job zu ermöglichen. Es ist sehr wichtig eine gute Schulbildung vorweisen zu können, da die Aufnahme an Universitäten besonders schwer ist, und nur die Besten genommen werden.

Der Iran verfügt über eine Vielzahl an renomierten Hochschulen und Universitäten. Sowohl im technischen Bereich, als auch in der Wirtschaft oder der IT-Branche gibt es eine Vielzahl von gut ausgestatteten, und mit deutschen Universitäten vergleichbaren Einrichtungen. Die Schüler im Iran sind grundsätzlich sehr strebsam, und sehen die Chance auf Bildung als ein ganz hohes Gut an.

Die Angst des Versagens ist eine der Gründe warum Iranische Schüler sehr fleißig sind, und nach guten Leistungen streben. Der größte Teil der Freizeit wird durch das Lernen, und das Vorbereiten auf kommende Klausuren genutzt. Es muss dazu auch gesagt werden das der Staat Iran rund 15 Prozent des Staatshaushaltes in die Bildung der iranischen Bürger fließen lässt.

In der Relation gesehen liegt Deutschland unter diesem Wert. Allerdings ist diese Art der Bildung noch nicht in jeden Winkel des Landes vorgedrungen. In ländlichen Gebieten ist die Bildung noch sehr schlecht. Die Bürger die auf dem Land leben sind zum großen Teil Bauern, welche keine Möglichkeit auf Bildung haben. Das liegt daran dass die Eltern kein Geld haben um die Kinder in die Stadt abziehen zu lassen, um ihnen dort eine ordentliche Schulbildung zu gewährleisten.

Die Kulturrevolutuion 1979, und die Gründung des islamischen Staates haben dafür gesorgt, dass die Bildung auch in entlegenere Ecken des Irans vorgedrungen ist. Die Schulpflicht gilt im Iran von sechs bis zehn Jahren, und ist kostenlos. In den Schulen, außer in der Hauptstadt Teheran, werden die Schüler nach Geschlechtern getrennt unterrichtet. Die Analphabetenrate ist im Iran allerdings noch sehr hoch. Mit 15% bei den Männern, und über 30% bei den Frauen liegen die Werte noch sehr hoch.

Iran Visum

Es gibt verschiedene Arten von Visa

Bei einem Geschäftsreisevisum sind gewisse Formalitäten zur Erlangung des Visums nötig. Hierzu zählt die Vorlage der schriftlichen Einladung eines Geschäftspartners aus dem Iran. Der Geschäftspartner sollte eine juristische oder private Person sein. Die Einladung besteht aus zwei Formen (Form 1 und Form 2).

Das Formular ist bei IHK (im Iran) oder bei dem Auswärtigen Amt in der Abteilung für Pass- und Visaangelegenheiten erhältlich. Bei dem Ausfüllen des Formulars ist zu beachten, dass Form 1 von dem Geschäftspartner im Iran ausgefüllt werden muss. Anschließend muss es per Fax oder Post an das Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in den Städten Frankfurt oder Berlin geschickt werden. Form 2 muss nach Ausfüllen an den Antragsteller gesendet werden.

Weiterhin ist auch ein Touristenvisum erhältlich. Der im Ausland lebendende Antragsteller kann einen Antrag auf Ausstellung eines Visums für den Iran in einem Reisebüro stellen. Die einzige Bedingung ist, dass eine Aufenthaltserlaubnis von mindestens sechs Monaten für die Bundesrepublik Deutschland vorliegt. Falls es sich bei dem Antragsteller um einen Pilger handelt, sollte der Antrag persönlich bei dem Generalkonsulat gestellt werden.

Eine weitere Form des Visums für den Iran ist das Visum bei Einreise. Das iranische Kabinett hat entschieden, dass Inhaber eines Standard Passes einiger Staaten bei der Außenstelle für Pass- und Visaangelegenheiten ein einwöchiges Visum erhalten können. Das Visum kann in den Flughäfen der Städte Imam Khomeini, Mashad, Shiraz, Mehrabad und Tebriz ausgestellt werden. Unter anderem können Staatsbürger der Staaten Aserbaidschan, Albanien, Deutschland, Österreich, Armenien, Usbekistan, Spanien ein solches Visum beantragen, und viele weitere.

Weiterhin ist ein 72-Stunden-Visum (Einreisevisum) zu erhalten. Bedingung für ein solches Visum ist eine sechs Monatige Aufenthaltserlaubnis in Deutschland. Mit dem Visum kann man sich 72 Stunden im Iran aufhalten.

Mindestens 48 Stunden vor Eintreffen des Gastes oder seines Handelspartners sollte der iranische Gastgeber/Geschäftspartner vor Ort bei dem iranischen Außenministerium in der Abteilung Pass- und Visaangelegenheiten das Visum beantragen. Eine weitere Anlaufstelle ist die Außenstelle des iranischen Außenministerums an der Grenze. Wenn alles stimmig ist wird eine Genehmigung ausgestellt. Erst wenn die betreffenden Behörden das Unterfangen abgesegnet haben ist es möglich dem Gast oder Geschäftspartner in den Iran einzureisen. Das Visum erhalten Sie an der Außenstelle des iranischen Außenministeriums an der Grenze bei Ihrer Ankunft.

Flüge nach Teheran

Flüge nach Teheran

Die moderne, iranische Hauptstadt und Metropole Teheran hat 7,1 Mio. Einwohner und ist das politische, kulturelle, wirtschaftliche und religiöse Zentrum des Landes. In ihr finden sich neben vielen Gotteshäusern (Moscheen, einige Kirchen) auch viele Museen und Ausstellungen.

Neben vielen Sehenswürdigkeiten, wie dem Golest-Palast (absolut sehenswerte Ausstellungen über persische Geschichte), sind unzählige Orte (Märkte, Basare, Gallerien, Museen) einen Besuch wert. Am schnellsten erreichen Touristen die Metropole natürlich mit dem Flugzeug, doch gibt es da einiges zu wissen.

Flüge nach Teheran – Die Möglichkeiten und auf was Sie achten sollten

Der Hauptflughafen Teherans ist der Teheran Mehrabad International Airport (kurz: THR, Iran Air ist die nationale Fluggesellschaft), welcher ca. 5 km westlich der Stadt gelegen ist. Europäische Flughäfen, die den Hauptflughafen Teherans anfliegen, sind, neben anderen deutschen Großstädten, der Flughafen Frankfurt (ca. 5 Stunden Flugzeit), aber auch Zürich (ca. 6 Stunden Flugzeit), Genf (ca. 5 Stunden Flugzeit) und Wien (ca. 4 Stunden Flugzeit).

Zu beachten ist der Zeitunterschied, welcher 3,5 – 4,5 Stunden (UTC + 3,5 – 4,5) beträgt. Verkehrstechnisch ist der Flughafen durch öffentliche Verkehrsmittel, wie Taxen (Fahrzeit: ca. 30 Minuten) und Busse (Fahrzeit: ca. 45 Minuten), angebunden. Aufgrund internationaler Größe bietet der Hauptflughafen des Irans unzählige Dienstleistungen an.

Darunter fallen internationale Geldautomaten, Imbiss- und Restaurantketten, Bars & Cafes, Duty-free Shops (Verkaufsstellen ohne Zoll- oder Steuererhebung), Postdienste, Touristeninformation und Reservierungsdienste (für Hotels, Pensionen und Apartments), Autovermietung, Sanitäts- und Impfzentren sowie eine Vielzahl an Geschäften. Viele dieser Dienste sind dabei durchgehend geöffnet.

Die Amtssprache im ganzen Iran ist Persisch. Es wird jedoch auch eine Vielzahl anderer Sprachen akzeptiert und gesprochen, darunter sind vor allem Englisch, Französisch (häufig von Beamten, Dienstleistern, Geschäftsleuten und Offiziellen) und Türkisch sowie Arabisch (regional bedingt, im Nordwesten (Türkisch) und Südwesten (Arabisch) des Landes).

Wer bei einem Flug nach Teheran sparen will, bucht so früh, wie möglich, umso günstiger ist ein Linienflug dadurch. Ansonsten bieten sich mittlerweile viele Billig-Airlines an, die sich neben Lufthansa, Swiss Air und Co. als eine preiswerte Alternative zur Verfügung stellen. Es bietet sich daher an eine Flugvergleichsseite zu Rate zu ziehen, um einen möglichst günstigen (hinsichtlich der Flugrute, da mögliche Unterbrechungen durch Zwischenstopps in Kauf genommen werden müssten) und preiswerten Flug zu ergattern.